Im Nachlass seiner Mutter findet der Erzähler mehrere Dutzend Fotos. Diese Aufnahmen sind das Tor zum Leben der Mutter, die neunzehnjährig, von Abenteuerlust getrieben, nach London reist und sich dort in einen Tunichtgut aus der westindischen Oberschicht verliebt.
Schritt für Schritt erschliesst sich dem Erzähler die eigene Familiengeschichte, die er mühelos mit der Kolonialgeschichte der Karibik verbindet. In einer klaren Sprache, die von Anschaulichkeit und Melancholie geprägt ist, entfaltet er ein Familienpanorama, das exemplarisch für viele Migrantenschicksale der fünfziger und sechziger Jahre steht und doch nahe am Autor und seiner eigenen, bewegenden Lebensgeschichte bleibt.